Aufführung "Auf der Grenze ein Mensch" (DS PfS)
Ende Mai haben wir im Lübecker Theater noch erlebt, wie wirkmächtig Dokumentartheater ist, als wir eine Aufführung von „Hafenstraße“ besuchten.
Wir spürten, wie Menschen, so auch wir, von einer wahren Erzählung auf der Bühne berührt werden und hörten, dass Politiker sich durch den Theaterbesuch und die neue Wahrnehmung zum Handeln aufgefordert fühlen.
Nun waren wir gespannt, was unsere Aufführung „Auf der Grenze ein Mensch“ am 11.06.2024 im Leibniz-Gymnasium mit unseren Zuschauern machen würde, denn auch wir haben viele echte Geschichten erzählt und uns zu einem guten Teil der Form des dokumentarischen Theaters bedient.
Unsere eigenen Migrationserfahrungen standen neben denen von Eltern und Großeltern, neben Merkels Satz „Wir schaffen das!“ und wurden konfrontiert mit Bundestagsreden von AfD-Abgeordneten. All das war eingebettet in die 2500 Jahre alte Migrationsgeschichte „Die Schutzflehenden“ von Aischylos.
Wir waren naturgemäß sehr aufgeregt, zumal wir noch einige Verletzte und Kranke ersetzen mussten, aber schon da zeigte sich der neu gewachsene Teamgeist, als alle Aufgaben der Fehlenden kurzerhand von anderen übernommen wurden. Auch hinter der Bühne war es genau dieses Gemeinschaftsgefühl, das dazu führte, dass alles so gelang, wie wir es uns vorgestellt hatten und sogar Spaß machte.
Die Zuschauer und Zuschauerinnen jedenfalls zeigten sich bewegt, erzählten, wie wichtig sie diese Themen gerade jetzt finden und waren beeindruckt von der Leistung der Mitwirkenden.
Katharina Frädrich (DS PfS-Lehrerin)
LEIBNIZ-GYMNASIUM BAD SCHWARTAU